15.08.2026, 16:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2026, 17:00 von (Albt) Raumschiffkapitän.)
Hallo zusammen,
so, da der Antrieb meines Raumschiffs jetzt fehlerfrei antreibt (ja, immer noch!) kümmere ich mich auch mal um die anderen Dinge im Maschinenraum - auf dem Plan stehen jetzt das Lebenserhaltungssystem - auch Klimaanlage genannt
Stand der Dinge ist noch immer wie oben geschrieben
da Klima hier auch immer wieder ein Thema ist und sich noch nicht jeder mit einer Klimaanlage beschäftigt hat und daher nicht weiß wie das Ding überhaupt funktioniert, mache ich es etwas ausführlicher - ja, Sommerloch und ihr wollt auch was lesen
wen die Funktion der Klima nicht interessiert, kann bis zur ersten Trennlinie überspringen - ab da gehts dann um mein Projekt
wer sich für die Klima interessiert:
fangen wir mit dem Übersichtsschema der Anlage an - ich habe dazu was aus Dialogys geklaut und etwas bearbeitet, damit das verständlicher wird
sollte soweit selbsterklärend sein - habe lediglich die Expansionsdüse und die zugehörige Verbindung an die richtige Stelle gesetzt, diese befinden sich unter dem Bodenblech im Klimakasten und nicht wie in Dialogys im Motorraum, das ist zwar nur ein Übersichtsschema, aber wenn schon auf das Bodenblech eingegangen wird, sollten die Komponenten wenigstens in den richtigen Bereich verortet werden
vereinfachtes Funktionsprinzip für notorische Physik-Schwänzer:
anders als andere Klimaanlagen verfügt sie nicht über ein Ventil (auch wenn Dialogys das hier so benennt), wo Hoch- und Niederdruckkreis voneinander getrennt werden und die Durchflußmenge geregelt wird
beim JK gibt es stattdessen eine Düse, Düsen sind gezielte Verengungen in einem Strömungsabschnitt, die, anders als Ventile, sich nicht verstellen lassen und immer offen sind, aber den Durchfluß hemmen (wird deshalb auch als Drossel bezeichnet) - die Steuerung des Systems erfolgt beim JK über die Regulierung des Drucks, indem sich die Pumpleistung des Kompressors einstellen läßt
es macht also absolut keinen Sinn eine Steuerung im Bereich der Expansionsdüse zu suchen - sie hat nur 2 Zustande: sauber und offen, oder dreckig und zu ;o)
dadurch das sich das Kühlmittel vor der Düse staut, steigt der Druck - Druck und Temperatur beeinflussen bekanntlich den Aggregatzustand
wird jetzt das Kühlmittel durch die Düse gedrückt, fällt der Druck dahinter schlagartig ab, das Kühlmittel kann an Volumen zunehmen (es expandiert), und geht von flüssig in gasförmig über (verdampft), dabei kann es mehr Energie aufnehmen und binden, geringe Energie macht sich als niedriger Temperatur bemerkbar - Verdunstungskälte
diese Verdunstungskälte wird über den Verdampfer an die Luft für den Fahrgastraum abgegeben, oder andersherum, der Verdampfer entzieht die Energie (Wärme der Luft) - Verdampfer ist also wie der Wasserkühler vom Motor nur mit umgekehrter Wirkung
schaltet man den Kompressor ab, strömt das Kühlmittel durch die offene Düse langsam in den Niederdruckbereich, bis überall im System der gleiche Druck herrscht
der JK verfügt deshalb auch nur über einen Drucksensor im Hochdruckbereich (am Kondensator angeschraubt) - ist die Anlage abgeschaltet, herrscht eh überall der selbe Druck, anhand dessen man feststellen kann, wie weit die Anlage noch befüllt ist - läuft die Anlage und pumpt, ist lediglich der Hochdruck von Interesse, da er festlegt wie viel Kältemittel verdampft wird
Dialogys schweigt sich über die Drücke aus und gibt lediglich die Füllmenge mit 1.000g +-30g an
Erfahrungen hier aus dem Forum geben folgende Anhaltspunkte:
in Ausgeschaltetem Zustand sollten etwa 9bar auf dem System sein, es wird ab 6bar die Kühlwirkung bereits nachlassen, ab 4bar nur noch lauwarm sein und bei 2bar (laut Dialogys) schaltet das Motorsteuergerät den Kompressor ab, da dann kaum noch Zirkulation stattfindet und der Kompressor entsprechend nicht mehr mit Schmiermittel versorgt werden kann
eine volle Klimaanlage sollte im eingeschaltetem Zustand, im Hochdruckbereich etwa 17-19bar bringen
steigt bei ausreichend gefüllter Anlage und laufendem Kompressor der Druck nicht genügend an, ist entweder der Kompressor futsch, oder die Düse am Verdampfer hat einen Bypaß (Kühlmittel strömt an der Düse vorbei, statt durch sie hindurch)
ist hingegen der Druck bei laufendem Motor/Kompressor okay und die Leitung hinter der Düse wird trotzdem nicht kalt, wird die Düse verstopft sein
die Einstellung der Pumpleistung des Kompressors kann mit einem Diagnosegerät abgelesen werden, hierbei ist zu beachten, daß der Prozentwert den Wert der Verstellung angibt, mit dem der Kompressor heruntergeregelt wurde - bei 0% Verstellung pumpt er demnach mit maximaler Leistung und bei 100% mit minimaler Leistung!
ist wohl wieder so ein Franzosen-Ding, wie "wo ist der Zylinder Nr.1?"
![[Bild: attachment.php?aid=2344]](https://espace-freunde.info/forum/attachment.php?aid=2344)
an sich also nicht wirklich kompliziert, nur gibt es dann noch die diversen Sensoren und Steuergeräte die da mitmischen
auch wenn der erste Gedanke das Klimasteuergerät ist (was eigentlich hauptsächlich Temperaturen mißt und Luftmischung reguliert), da funkt noch viel mehr mit rein
die ganzen Temperaturfühler
Verdampfertemperatur, Außentemperatur und Innenraum (das brummende Ding hinter dem Spiegel)
Fühler Sonneneinstrahlung (kleiner schwarzer Knopf, mittig über dem Kombiinstrument, Nähe Frontscheibe)
die UCH dürfte bei der Koordination der Daten noch eine Rolle spielen
aber das letzte Wort hat immer das Motorsteuergerät, da das den Kompressor schaltet - es prüft erst einmal, ob der Motor läuft und es überhaupt Sinn macht den Kompressor anzuschalten - steht der Motor gibt es auch keinen Grund für das MSG den Kompressor, über den Magnetschalter an der Kupplung desselben zu schalten
bei z.B. Fehlersuche am stehenden Motor gibt es eine extra Diagnosefunktion, bei der man mittels Diagnosegerät den Magnetschalter trotzdem ansprechen kann
umgekehrt kann das MSG den Kompressor auch während der Fahrt abschalten - bei Vollgas etwa, um maximale Motorleistung auf die Räder zu bringen
ein kaputter Kühlerventilator ist auch ein Grund die Schaltung des Kompressors zu verweigern
es gibt also reichlich Raum für Fehler
so weit mal der Überblick, hoffe es ist verständlich genug
schön und gut mit dem Schema, Physikunterricht und sonstiger Theorie - was wichtiger ist, ist das real Verbaute und wo findet man was?
von der Düse und dem Klimakasten unter der Diva gibt es schon einen Faden mit Bildern
problematischer sind die Leitungen im Motorraum, da sie völlig zugebaut sind, daher die Ersatzteilzeichnung aus Dialogys, sie gibt eher einen Eindruck wie das real aussieht, als das simple Schema - Motor und sonstigen Firlefanz muß man sich halt dazudenken ;o)
habe hier die Trennstellen passend zum Schema eingefügt, damit man am Fahrzeug dann auch sieht was wo ist und wohin führt - real ist die Klimaanlage vermutlich das erste was in die Karosserie eingebaut wird und der Rest kommt oben drauf, so daß man den Leitungen kaum folgen kann und wehe man muß da dran - ja, ich muß
nach der ganzen Theorie komme ich jetzt also endlich mal zu meinem Ding hier
Ziel ist es nach wie vor das System zu reinigen - "Spülen lassen" ist nicht - jeder hier im Umkreis winkt ab
muß mir also selber was einfallen lassen - die Leitungen die sich ausbauen lassen werden getauscht gegen gereinigte, Dichtungen und Kondensator gibts neu, ebenso den Kompressor und die Trocknerflasche
Neuteile aus dem Zubehör in Summe ca. 300€ - bei Renno wird wohl das 3fache nicht reichen
Flasche 20
Dichtungssatz 25
Kondensator 60
Kompressor 190
eigentlich sollte der Titel wohl "wir bauen eine neue Klimaanlage" heißen - egal
Problem bleiben die großen Leitungen zwischen den Anschlüssen 3+4 und 7+8 - diese sind nicht zu demontieren, ohne den Motor aus der Diva zu holen - raus gehen sie vllt irgendwie, aber rein halte ich für ziemlich schwierig ohne da alles zu verbiegen und zu knicken
aktueller Plan:
versuchen einen Schweißdraht hindurchzufädeln - sollte stabil genug sein nicht zu knicken und flexibel genug, um um die Kurven zu gehen - vorher vorne umbiegen und Lasche verlöten, damit er sich nicht verhaken kann und keine scharfe Kanten hat
sollte das tatsächlich gehen, könnte mir wieder einfallen, wie "ein Soldat sein Braut durchzieht"
- nur dieses Mal nicht mit Waffenöl, sondern Bremsenreiniger - wäre wohl ideal, wenn das gehen sollte 
ansonsten werde ich wohl auf Gartenschlauch, Wasser und Spüli zurückgreifen müssen - was sicherlich ein ziemlicher Pfusch wird - nach dem Wasser, dann flüchtigere Mittelchen - Isopropanol verdampft rückstandsfrei, wie sich das aber mit den Gummischläuchen verträgt?
destilliertes Wasser wird da keinen Schaden anrichten, nur womit löse ich dann die Schmiere in den Leitungen?
wie auch immer am Ende muß evakuiert werden - Problem ist da dann eher die Anschlüsse zu basteln
meine hier ist jetzt nicht mehr unbedingt das aktuelle Spitzenmodell, aber Saugleistung sollte dafür reichen:
eine Vacuubrand RS 8
einstufige Drehschieberpumpe mit einem Saugvermögen von ca. 8,4 bis 8,6 m³/h, einem Endtotaldruck ohne Gasballast von 5 × 10⁻² mbar und einem Endpartialdruck von 3 × 10⁻² mbar
die Details dürften dann vllt für Tom interessant sein
mir sagt das wenig, außer das sie schon ordentlich Zug hat
soweit mein Plan bisher - werde aber vorab an der Leiche üben - sollte das mit Schweißdraht durchfummeln tatsächlich funktionieren und ich auch einen Docht durchziehen können, aber das Ding dann in der Leitung "verloren geht", dann kann ich damit eher leben, als bei meiner Diva
jemand dazu ne Meinung, Ideen, Anregungen?
Gruß
Michael
so, da der Antrieb meines Raumschiffs jetzt fehlerfrei antreibt (ja, immer noch!) kümmere ich mich auch mal um die anderen Dinge im Maschinenraum - auf dem Plan stehen jetzt das Lebenserhaltungssystem - auch Klimaanlage genannt

Stand der Dinge ist noch immer wie oben geschrieben
da Klima hier auch immer wieder ein Thema ist und sich noch nicht jeder mit einer Klimaanlage beschäftigt hat und daher nicht weiß wie das Ding überhaupt funktioniert, mache ich es etwas ausführlicher - ja, Sommerloch und ihr wollt auch was lesen
wen die Funktion der Klima nicht interessiert, kann bis zur ersten Trennlinie überspringen - ab da gehts dann um mein Projekt
wer sich für die Klima interessiert:
fangen wir mit dem Übersichtsschema der Anlage an - ich habe dazu was aus Dialogys geklaut und etwas bearbeitet, damit das verständlicher wird
sollte soweit selbsterklärend sein - habe lediglich die Expansionsdüse und die zugehörige Verbindung an die richtige Stelle gesetzt, diese befinden sich unter dem Bodenblech im Klimakasten und nicht wie in Dialogys im Motorraum, das ist zwar nur ein Übersichtsschema, aber wenn schon auf das Bodenblech eingegangen wird, sollten die Komponenten wenigstens in den richtigen Bereich verortet werden
vereinfachtes Funktionsprinzip für notorische Physik-Schwänzer:
anders als andere Klimaanlagen verfügt sie nicht über ein Ventil (auch wenn Dialogys das hier so benennt), wo Hoch- und Niederdruckkreis voneinander getrennt werden und die Durchflußmenge geregelt wird
beim JK gibt es stattdessen eine Düse, Düsen sind gezielte Verengungen in einem Strömungsabschnitt, die, anders als Ventile, sich nicht verstellen lassen und immer offen sind, aber den Durchfluß hemmen (wird deshalb auch als Drossel bezeichnet) - die Steuerung des Systems erfolgt beim JK über die Regulierung des Drucks, indem sich die Pumpleistung des Kompressors einstellen läßt
es macht also absolut keinen Sinn eine Steuerung im Bereich der Expansionsdüse zu suchen - sie hat nur 2 Zustande: sauber und offen, oder dreckig und zu ;o)
dadurch das sich das Kühlmittel vor der Düse staut, steigt der Druck - Druck und Temperatur beeinflussen bekanntlich den Aggregatzustand
wird jetzt das Kühlmittel durch die Düse gedrückt, fällt der Druck dahinter schlagartig ab, das Kühlmittel kann an Volumen zunehmen (es expandiert), und geht von flüssig in gasförmig über (verdampft), dabei kann es mehr Energie aufnehmen und binden, geringe Energie macht sich als niedriger Temperatur bemerkbar - Verdunstungskälte
diese Verdunstungskälte wird über den Verdampfer an die Luft für den Fahrgastraum abgegeben, oder andersherum, der Verdampfer entzieht die Energie (Wärme der Luft) - Verdampfer ist also wie der Wasserkühler vom Motor nur mit umgekehrter Wirkung
schaltet man den Kompressor ab, strömt das Kühlmittel durch die offene Düse langsam in den Niederdruckbereich, bis überall im System der gleiche Druck herrscht
der JK verfügt deshalb auch nur über einen Drucksensor im Hochdruckbereich (am Kondensator angeschraubt) - ist die Anlage abgeschaltet, herrscht eh überall der selbe Druck, anhand dessen man feststellen kann, wie weit die Anlage noch befüllt ist - läuft die Anlage und pumpt, ist lediglich der Hochdruck von Interesse, da er festlegt wie viel Kältemittel verdampft wird
Dialogys schweigt sich über die Drücke aus und gibt lediglich die Füllmenge mit 1.000g +-30g an
Erfahrungen hier aus dem Forum geben folgende Anhaltspunkte:
in Ausgeschaltetem Zustand sollten etwa 9bar auf dem System sein, es wird ab 6bar die Kühlwirkung bereits nachlassen, ab 4bar nur noch lauwarm sein und bei 2bar (laut Dialogys) schaltet das Motorsteuergerät den Kompressor ab, da dann kaum noch Zirkulation stattfindet und der Kompressor entsprechend nicht mehr mit Schmiermittel versorgt werden kann
eine volle Klimaanlage sollte im eingeschaltetem Zustand, im Hochdruckbereich etwa 17-19bar bringen
steigt bei ausreichend gefüllter Anlage und laufendem Kompressor der Druck nicht genügend an, ist entweder der Kompressor futsch, oder die Düse am Verdampfer hat einen Bypaß (Kühlmittel strömt an der Düse vorbei, statt durch sie hindurch)
ist hingegen der Druck bei laufendem Motor/Kompressor okay und die Leitung hinter der Düse wird trotzdem nicht kalt, wird die Düse verstopft sein
die Einstellung der Pumpleistung des Kompressors kann mit einem Diagnosegerät abgelesen werden, hierbei ist zu beachten, daß der Prozentwert den Wert der Verstellung angibt, mit dem der Kompressor heruntergeregelt wurde - bei 0% Verstellung pumpt er demnach mit maximaler Leistung und bei 100% mit minimaler Leistung!
ist wohl wieder so ein Franzosen-Ding, wie "wo ist der Zylinder Nr.1?"

an sich also nicht wirklich kompliziert, nur gibt es dann noch die diversen Sensoren und Steuergeräte die da mitmischen
auch wenn der erste Gedanke das Klimasteuergerät ist (was eigentlich hauptsächlich Temperaturen mißt und Luftmischung reguliert), da funkt noch viel mehr mit rein
die ganzen Temperaturfühler
Verdampfertemperatur, Außentemperatur und Innenraum (das brummende Ding hinter dem Spiegel)
Fühler Sonneneinstrahlung (kleiner schwarzer Knopf, mittig über dem Kombiinstrument, Nähe Frontscheibe)
die UCH dürfte bei der Koordination der Daten noch eine Rolle spielen
aber das letzte Wort hat immer das Motorsteuergerät, da das den Kompressor schaltet - es prüft erst einmal, ob der Motor läuft und es überhaupt Sinn macht den Kompressor anzuschalten - steht der Motor gibt es auch keinen Grund für das MSG den Kompressor, über den Magnetschalter an der Kupplung desselben zu schalten
bei z.B. Fehlersuche am stehenden Motor gibt es eine extra Diagnosefunktion, bei der man mittels Diagnosegerät den Magnetschalter trotzdem ansprechen kann
umgekehrt kann das MSG den Kompressor auch während der Fahrt abschalten - bei Vollgas etwa, um maximale Motorleistung auf die Räder zu bringen
ein kaputter Kühlerventilator ist auch ein Grund die Schaltung des Kompressors zu verweigern
es gibt also reichlich Raum für Fehler

so weit mal der Überblick, hoffe es ist verständlich genug
schön und gut mit dem Schema, Physikunterricht und sonstiger Theorie - was wichtiger ist, ist das real Verbaute und wo findet man was?
von der Düse und dem Klimakasten unter der Diva gibt es schon einen Faden mit Bildern
problematischer sind die Leitungen im Motorraum, da sie völlig zugebaut sind, daher die Ersatzteilzeichnung aus Dialogys, sie gibt eher einen Eindruck wie das real aussieht, als das simple Schema - Motor und sonstigen Firlefanz muß man sich halt dazudenken ;o)
habe hier die Trennstellen passend zum Schema eingefügt, damit man am Fahrzeug dann auch sieht was wo ist und wohin führt - real ist die Klimaanlage vermutlich das erste was in die Karosserie eingebaut wird und der Rest kommt oben drauf, so daß man den Leitungen kaum folgen kann und wehe man muß da dran - ja, ich muß

nach der ganzen Theorie komme ich jetzt also endlich mal zu meinem Ding hier
Ziel ist es nach wie vor das System zu reinigen - "Spülen lassen" ist nicht - jeder hier im Umkreis winkt ab
muß mir also selber was einfallen lassen - die Leitungen die sich ausbauen lassen werden getauscht gegen gereinigte, Dichtungen und Kondensator gibts neu, ebenso den Kompressor und die Trocknerflasche
Neuteile aus dem Zubehör in Summe ca. 300€ - bei Renno wird wohl das 3fache nicht reichen
Flasche 20
Dichtungssatz 25
Kondensator 60
Kompressor 190
eigentlich sollte der Titel wohl "wir bauen eine neue Klimaanlage" heißen - egal
Problem bleiben die großen Leitungen zwischen den Anschlüssen 3+4 und 7+8 - diese sind nicht zu demontieren, ohne den Motor aus der Diva zu holen - raus gehen sie vllt irgendwie, aber rein halte ich für ziemlich schwierig ohne da alles zu verbiegen und zu knicken
aktueller Plan:
versuchen einen Schweißdraht hindurchzufädeln - sollte stabil genug sein nicht zu knicken und flexibel genug, um um die Kurven zu gehen - vorher vorne umbiegen und Lasche verlöten, damit er sich nicht verhaken kann und keine scharfe Kanten hat
sollte das tatsächlich gehen, könnte mir wieder einfallen, wie "ein Soldat sein Braut durchzieht"
- nur dieses Mal nicht mit Waffenöl, sondern Bremsenreiniger - wäre wohl ideal, wenn das gehen sollte 
ansonsten werde ich wohl auf Gartenschlauch, Wasser und Spüli zurückgreifen müssen - was sicherlich ein ziemlicher Pfusch wird - nach dem Wasser, dann flüchtigere Mittelchen - Isopropanol verdampft rückstandsfrei, wie sich das aber mit den Gummischläuchen verträgt?
destilliertes Wasser wird da keinen Schaden anrichten, nur womit löse ich dann die Schmiere in den Leitungen?
wie auch immer am Ende muß evakuiert werden - Problem ist da dann eher die Anschlüsse zu basteln
meine hier ist jetzt nicht mehr unbedingt das aktuelle Spitzenmodell, aber Saugleistung sollte dafür reichen:
eine Vacuubrand RS 8
einstufige Drehschieberpumpe mit einem Saugvermögen von ca. 8,4 bis 8,6 m³/h, einem Endtotaldruck ohne Gasballast von 5 × 10⁻² mbar und einem Endpartialdruck von 3 × 10⁻² mbar
die Details dürften dann vllt für Tom interessant sein
mir sagt das wenig, außer das sie schon ordentlich Zug hat
soweit mein Plan bisher - werde aber vorab an der Leiche üben - sollte das mit Schweißdraht durchfummeln tatsächlich funktionieren und ich auch einen Docht durchziehen können, aber das Ding dann in der Leitung "verloren geht", dann kann ich damit eher leben, als bei meiner Diva
jemand dazu ne Meinung, Ideen, Anregungen?
Gruß

Michael
DAS GRAUEN HAT VIER RÄDER !
Grand JK0HD6317xxxx S115741 2.2dCi Produktion 05/2004 EZ08/2004
Ausstattung: Privilège (E3), Panoramadach, Klima Nr5, Standheizung Eberspächer Hydronic D5WS, AHK von Renno, Tempomat, kein Navi, kein DPF
ATM: G9T S 7421 bei 75000km (2007)
ATG: PK6 S006 B501159 aus einem Laguna II
einer von noch 490 - Stand 2023
einer von noch 383 - Stand 2024
einer von noch 298 - Stand 2025
einer von noch 221 - Stand 2026


