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Mysteriöse Ausfälle des Heizungsgebläses
#31
Ja, dann.... Ist es offensichtlich doch der Regler und nicht das Bedienteil?
Der Faden ist unübersichtlich geworden, steht womöglich schon weiter oben. Wenn nicht und elektronischer Vorwiderstand: was steht auf den am Kühlkörper montierten Bauteilen, ggf. Leserliches Foto?

Edith meint, steht doch schon ganz zu Anfang dieses Fadens. 
Soll Original ein BUZ111S sein. Datenblatt dazu. Nichts dramatisches: 55V max. Sperrspannung und 80A max Strom (wenn die sonstigen Rahmenbedingungen insbesondere Temperatur!!! stimmen)
Produktion schon seit Ewigkeiten eingestellt. Macht nichts, es gibt günstige Ersatztypen. Muss nichts überteuertes aus "new old Stock" sein. 

Wie auch immer: mit Bild vom vorhandenen könnte gegengeprüft werden, ob ein IRFP054 wirklich kompatibel ist.
Danke!
Wenn es jemanden im Bekanntenkreis mit Lötkolben (nicht dachrinnenbrateisen) gibt und weder lötfett noch Salmiakstein sondern Elektroniklot mit Kolophonium verwendet  und auch weiss, an welcher Seite der Lötkolben warm wird, dann ist der Austausch eine Minutensache. 
-- 
Tom
Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen. Hilfreich?

seit 07/2024 2003er Seat Toledo 1M 77 kW
seit 08/2023 2006er Citroën C2 J HFX 44 kW
seit 05/2023 2013er Mazda CX-5 2.2D AWD 127 kW
seit 11/2022 2015er Smart forfour passion 66 kW
05/2015 bis 07/2023 2004er Premacy 2.0 Sportive, 96 kW
seit 07/2010 2000er Knaus Cheers 1500 kg zGG 0 kW
04/2009 bis 05/2023 2006er Renault Grand Espace Dynamique 2.0 dCi JK04D6
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#32
Denke auch, dass es der Regler/Steuer-Widerstand ist.
Wie ich auf Seite 2 mit etlichen Fotos beschrieben habe, habe ich inzwischen drei davon, siehe nochmal das Foto hier..

Meinen originalen A 430 004 00 mit getauschten BUZ111S MOSFETs (mit Lötstation eingelötet, aber ohne Garantie auf perfekte Lötstellen).
Siehe Foto mit den neuen BUZ111S MOSFETs links und den alten ausgetauschten rechts, einer davon mit weggebranntem Kontakt.

Und zwei gebrauchte mit Typennummern 5 444 300 00 mit unverdächtig aussehenden MOSFETs anderer Bauart. 
Mit allen dreien keine Besserung der Problematik.

Hat eventuell jemand von Euch einen gesichert funktionierenden Regler, den ich zur Probe einbauen könnte, um den Fehler zu verifizieren? ?


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#33
Hi Rainer,

ich hatte vor Jahren bei meinem auch ein ähnliches Problem. Lüftung eingeschaltet und es lief auf volle Kanone. Konnte es nur ausschalten oder wie erwähnt nur auf maximal Betrieb laufen lassen. Du hast erwähnt das es bei dir nur auf die Windschutzscheibe läuft. Das Problem mit nur auf die Windschutzscheibe war bei mir nicht. Ich konnte bei mir am Bedienteil (Manuelles mit Klimaanlage) die Verschiedenen Modis benutzen aber wie erwähnt nur auf Maximum. Nunja vllt hilft es dir. Nach Ausbau des Moduls hatten mein Vater und ich bei mir festgestellt das einer der MOSFETs defekt war. Wir hatten dann ein passendes ähnliches bestellt und rangelötet, natürlich mit Wärmeleitpaste zum Kühlkörper. Dies hat ganze 2 Zyklen der Bedienung durchgehalten und war dann auch hinüber. Daraufhin haben wir dann ein "stärkeres" bestellt gehabt und es lief tadellos. Ich glaube das MOSFETs was dann lief war ein IRF 3205. Leider bin ich mir bei der Aussage über das MOSFET nicht 100% sicher weil es über 4 Jahre her ist. Habe im Kleinteile-Magazin Fach halt einige gebrauchte MOSFETs IRF1405 gefunden und noch ne Tüte mit den sogenannten IRF 3205. Das sollten die sein die bei mir funktioniert haben. Aktuell hab ich wenig Zeit und könnte es erst gegen Ende nächster Woche bei meinem alten JE das Modul ausbauen und nachschauen wenn du dir 100 % sicher sein möchtest oder du pokerst n bissel und bestellst dir das IRF 3205 für n paar € und versuchst dei Glück. Smile

Grüße Buğra 

(Bild: links die Kaputten IRF 1405 und rechts die IRF 3205 )


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JE BJ. 2002 2.0 16V weiß (Zylinderkopfdichtung defekt) bei ca. +200 tkm
JE BJ. 2002 2.0 16V grau (The Race Version) / 210 tkm
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#34
Hallo Buğra, 

ganz lieben Dank für die ausführliche Info und v. a. Dein großzügiges Angebot, super nett.  Ommmg
Das möchte ich Dir eigentlich nicht zumuten, da ist man ja schon ne Weile beschäftigt, das Teil rauszukriegen.
Wenn das Teil funktioniert, wäre es natürlich genau das, was ich leihweise zum Verifizieren brauchen könnte. 
Wie beschrieben habe ich bei meinem alten Regler den MOSFET mit einem ähnlichen getauscht. 
Siehe Fotos anbei.

Weiß jemand, ob bei den Teilen außer den MOSFETs typischerweise noch was defekt werden kann? 

Grüße 
Rainer


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#35
Hi Rainer,
also ich werde vermutlich nächste Woche eh ein paar Sachen dann vom alten in den neuen Umbauen und könnte in dem Zuge mal nachschauen. Wie gesagt die MOSFETs kosten nicht die Welt und sind glaube Leistungsstärker gewesen. Zumal war es ja bei mir auch so dass das "ähnliche" nicht funktioniert hat und ich dann auf das "stärkere" umgestiegen bin. Nicht als Angriff auffassen aber kann leider bei der Bildqualität deine Lötstellen nicht beurteilen. Ich weiß hier im Forum kann man auch keine bessere Auflösung hochladen wegen der Dateigröße. 
Zu deiner Frage ob was anderes noch sein kann hab ich leider auch keine Antwort. Du müsstest halt mal die Platine durchmessen. Ich denke aber wie du schon erwähnt hattest wird es das MOSFET sein.

Grüße Buğra
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#36
@Greeni

Du hast aber schon beide MOSFETs getauscht und nicht nur einen?

... und um wirklich sicher zu stellen, daß diese defekt sind, bzw. die neuen ok sind, gibt es ja günstige Testgeräte


Ich hab mir vor Jahren mal den LCR-TC1 zugelegt .... dürfte so 2022 gewesen sein .... bei ebay für ca 20 €

Man kann damit Transistoren, Dioden, Kondensatoren usw überprüfen ... feines Ding für wenig Geld


   



Gruß Rainer
Opel C Kadett 1.2 S - Opel Ascona B 1.9 S - 2x Opel Ascona B 2.0 E - Peugeot 405 Kombi 1,6 S - seit 08/2003 Espace 3 RXE 2.0/16V - seit 05/2019 KADJAR Crossborder ENERGY TCe 165 Bose Edition
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#37
Danke für die Bilder des Originaltransistor BUZ111S.
Datenblatt: 
.pdf   BUZ111S.PDF (Größe: 115,9 KB / Downloads: 3)

Wesentliche Daten: 
BUZ111S
  • Gehäuse-Bauform:  TO-220 (Ersatz muss gleich sein)
  • Anschlussfolge: G-D-S  (Ersatz muss gleich sein)
  • Drain source Spannung: 55 V (Ersatz sollte gleich oder mehr haben)
  • Drain-Source "Ein"-Widerstand: 0.008 Ω (Ersatz sollte weniger oder gleich haben)
  • Dauerhafte Drain-Stromstärke: 80 A  (Ersatz sollte gleich oder mehr haben)
  • maximal mögliche Verlustleistung @25 °C Gehäusetemperatur:  300 W  ( Ersatz sollte gleich oder mehr haben, egal wie hoch: sinkt immer linear auf 0W bei 175°C)
  • Wärmewiderstand zwischen Kristall und Montageflansch: 0.5 K/W  (Ersatz sollte weniger oder gleich haben)
 
IRF3205
  • Gehäuse-Bauform:  TO-220  (passt)
  • Anschlussfolge: G-D-S (passt)
  • Drain source Spannung: 55 V (passt)Drain-Source "Ein"-Widerstand: 0.008 Ω (gleich)
  • Dauerhafte Drain-Stromstärke: 75 A  (etwas zu wenig)
  • maximal mögliche Verlustleistung @25 °C Gehäusetemperatur:  200 W  (viel zu wenig)
  • Wärmewiderstand zwischen Kristall und Montageflansch: 0.75 K/W  (zu viel)

IRF1405
  • Gehäuse-Bauform:  TO-220  (passt)
  • Anschlussfolge: G-D-S (passt)
  • Drain source Spannung: 55 V (passt)
  • Drain-Source "Ein"-Widerstand: 0.0053 Ω (weniger, passt)
  • Dauerhafte Drain-Stromstärke: 75 A  (etwas zu wenig)
  • Verlustleistung @25 °C Gehäusetemperatur:  330 W  (mehr, würde besser mit größeren Kühlkörper passen)
  • Wärmewiderstand zwischen Kristall und Montageflansch: 0.45 K/W  (weniger, besser)

IRF1404 
  • Gehäuse-Bauform:  TO-220  (passt)
  • Anschlussfolge: G-D-S (passt)
  • Drain-Source Volt (Vds): 55V
  • Drain-Source "Ein"-Widerstand: 0.004 Ω (noch weniger, passt)
  • Drain Current (Id): 75A  (etwas zu wenig)
  • Power Dissipation (Ptot): 330W
  • Wärmewiderstand zwischen Kristall und Montageflansch: 0.45 K/W  (weniger, besser)


Fazit:  IRF3205 nicht geeignet, IRF1405 geeignet, IRF1404 besser geeignet. Gibt es auch bei iBäh.

Merkwürdig, das bei Buğra der von den Daten schlechtere durchhält, der besser aber nicht. 
Ach so: es wurde nur der defekte, also einer getauscht. Das ist ungünstig. Denn die Daten können abweichen, dann arbeitet nur der eine, der ander tut nix mehr.
Und der eine "schuftende" Transistor wird dann immer überlastet... Auch der allerbeste.

Mangel lässt sich auch ohne weitere, zu beschaffende "Widerstände" eingrenzen: 
Lüfter darf mit angeschlossenen Widerstand im dessen Stromkreis (die beiden grossen Kontakte) und getrennten Steuerleitungsstecker (die drei kleinen) nicht laufen. 

Wenn ich das nach Bild richtig sehe, werden die Transistoren mechanisch lediglich durch die Kunststoffbrücke auf den Kühlkörper aufgedrückt. 
Dann kann der immer nötige Anpressdruck mit der Zeit unzureichend sein oder werden. 

Bei Austausch wichtiger ist beidseitig plane Oberfläche zueinander und möglichst dünn(!) aufgetragen Wärmeleitpaste. 
Viel hilft nicht viel, hier ist weniger immer mehr.
Denn gerade die Wärmeleitfähigkeit von Wärmeleitpaste ist deutlich schlechter als jede metallische Verbindung. 

Wenn Halbleiter durchlegieren und zum Leiter werden, dann ist das Überhitzungs-, damit Wärmebedingt. Dann war mehr Wärme abzuführen als das möglich ist. Dabei ist nicht die Gehäusetemperatur ausschlaggebend sondern wie gut die Wärme vom eigentlichen Halbleiterkristall weg- bzw abgeleitet wird.
Zudem gibt es Bauteilintern auch einen zu überwindenden Wärmewiderstand, ein Wert im Datenblatt in K/W oder ⁰C/W. Der sagt aus, um wie viel Grad je Watt der Kristall wärmer als das Gehäuse wird. 
Das heißt: der Kristall ist immer wärmer als das Gehäuse. Beim einen Typ mehr, beim anderen weniger. Andererseits: je besser der Wert, desto weniger Spannungsfest. Istxalso ein Kompromiss. Das zu verbessern ist eines der vielen Ziele jeder Bauteileentwicklung.
Gut zu wissen: durchlegieren/Kristallschmelze findet bei siliziumbasierten Halbleitern bereits sicher ab 175⁰C Kristalltemperatur statt.  Die können mit ungleichen Transistoren (einer arbeitet viel eher als der andere), Schwergänigen Lüfter und mittlerer Drehzahl schnell erreicht werden.
Also bei dieser Ausführung wichtig: 
  • immer beide Transistoren mit identischen Typen tauschen, 
  • beide Oberflächen plan feilen bzw. abziehen, mit dünn aufgetragener Wärmeleitpaste 
  • mechanisch mit (nachgerüsteter) Schraube fester gegen Kühlkörper anziehen und 
  • sicherstellen, das der Kühlkörper optimal im Luftstrom liegt. 

Interessant wäre einmal die Mitteilung, welche Motorspannung sich bei den verschiedenen Lüfterstufen einstellt und welche Stromstärke dabei fliesst (DC-geeignetes Zangenamperemeter). Ideal: welche Kühlkörpertemperatur dann auftritt.

Dann könnte viel besser passendes gesucht werden.
-- 
Tom
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