@Tom
wieder was gelernt - hatte ähnliche Überlegungen, mich aber für den trockenen Einbau der Crimps und Lötung der Kabel entschieden, da ich am MSG nicht mehr experimentieren wollte, als zwingend nötig
(11.08.2026, 09:54)Bandy schrieb: Nicht zu früh freuen Michael 
Wenn´s das war freut es mich sehr für dich, aber ich würde erstmal etwas Zeit verstreichen lassen und schauen ob es das wirklich war.
Drücke Dir weiterhin die Daumen, glaube du bist mit deiner Phase1 doch der Hardcore Divenbezwinger 
ich habe mich gefreut, weil ich es geschafft habe das alles neu zu verkabeln, ohne einen der 114 Pins an die falsche Stelle zu setzen - was nicht ganz unwahrscheinlich gewesen wäre - siehe Bilder
der Rest wird sich weisen - ist schließlich eine Diva
da stellen sich jetzt gleich die ethisch/moralischen Fragen:
darf man einer Diva überhaupt alle Fehler nehmen?
ist das dann noch artgerechte Haltung?
ein Eingriff in die charakterliche Persönlichkeitsentfaltung?
wäre die Diva dann gar
lobotomiert?
weil eine Diva ohne Fehler zickt ja nimmer und ist dann keine Diva mehr...
Fragen über Fragen ;o)
Divenbezwinger? wenn ich mit der Kiste fertig bin haben wir hier im Forum einen
JK der
Phase FÜNF !
so, jetzt kommt aber die Bilderflut und es wird wohl etwas umfangreicher werden - Popcorn, Chips und Bier zur Hand?
Nein? Husch!
im Bild Stecker C, der noch ausreichend Kabellänge hat, um ihn direkt im Motorraum zu crimpen
und nein, der weiße Lappen ist nicht das Leichentuch der Diva - eher ein OP-Tuch, ging dabei nicht zwingend um die Sauberkeit, sondern eine Sicherung gegen Werkzeugverlust
der Maschinenraum des Raumschiffs ist ein schwarzes Loch, was da reinfällt, taucht nie mehr auf...
keine Ahnung woran das liegt, vllt eine Antimaterieleitung undicht und es löst sich einfach auf?
das kleine schwarze Werkzeug, mit den Doppel-Pins soll angeblich 200€ netto gekostet haben!
habe noch immer meine Schwierigkeiten das zu glauben, aber um Streß mit geliehenem Werkzeug zu vermeiden, habe ich mir eine Art Hängematte in den Bereich gebastelt, damit da auch ja nichts schief läuft
einzige Aufschrift auf dem Teil ist "CP1.5"
zum Öffnen der Rastnasen gibt es nicht viel zu sagen - die einzelne Nadel ist für die kleinen Buchsen, die mit dem Doppelpin für die größeren runden Buchsen, auch wenn die Runden auch nur über eine Rastnase verfügen - diese kann man aber auch um 180° verdreht einstecken, daher machen 2 Pins schon Sinn
auffällig, wie bei allen folgenden Bildern ist der allgegenwärtige Glibber
hier noch eine Großaufnahme, da sieht man das jetzt richtig
die Öffnung der kleinen quadratischen Buchsen ist 0,63 mm
hier einer der A-Stecker
ist der aus der Leiche - habe den am Schreibtisch zerlegt, nachdem ich drei vergebliche Versuche unternommen hatte diesen Stecker auch im Motorraum zu crimpen...
habe auch nicht die richtige Crimpzange bekommen, die Backen waren nicht breit genug und so mußte ich manche Buchsen 2x crimpen, damit sie über die volle Länge platt waren, Kabel in die Crimpzange eingeklemmt und beschädigt, schrieb ich ja schon - man kürzt dann aber nicht nur ein Kabel, sondern alle - Hintergrund: für Bus-Leitungen (die Verdrillten) schreibt Dialogys eine maximale Längendifferenz von 0,5cm vor - so, welches war doch gleich das andere Kabel zu dem zu kürzenden?
theoretisch einfach, in der Praxis aber nicht so einfach zu definieren, also werden auch schon fertig gecrimpte Kabel wieder gekürzt - außerdem ist es unter den Platzverhältnissen für mich unmöglich gewesen zu sehen, wo die Rastnase sitzt und daher die Einbaulage im Steckergehäuse Glückssache - gibt nämlich noch einen Pferdefuß: den Schieber!
dieser ist eine stabile Sicherung gegen versehentliches Herausziehen der Buchsen, die Rastnase kann man mit Gewalt herausrupfen, gegen den Schieber geht das nicht
jetzt haben die runden Buchsen noch eine Besonderheit, sie haben eine Taille - heißt gegen die eine Richtung sind sie schmal, um 90° gedreht breit
jetzt hat man mühselig endlich sein Steckergehäuse bestückt, nur um festzustellen, daß die "Schublade" klemmt und der Schieber nicht ins Gehäuse will, weil eine Buchse versetzt eingesteckt wurde - na, welche ists?
die Rastnase ist nicht so einfach zu erkennen, da zusätzlich noch ähnliche Führungsnippel an der Buchse sind
irgendwann hatte ich die Schnauze voll und bin zu meinem ursprünglichen Plan zurück und habe mir Rep.Sätze zum Anlöten gebaut - hätte ich gleich so machen sollen!
hier der Kabelbaum vom Stecker B - der am umfangreichsten bestückte
ganz wichtig ist die blaue Montagehilfe - wenn man die Stecker abschneidet, sollte diese am Kabelbaum verbleiben, da man dort sonst keinerlei Zuordnung mehr hat (am Gehäuse sind die Koordinaten und auch das Ende vom Kabel) - also Kabel zwischen der Montagehilfe und dem Steckergehäuse kappen, die Kabel umbiegen, damit das Teil auch ja nicht vom Kabelstrang rutscht!
ansonsten: wenn man 5 braune und 4 rosa Kabel hat, kann man dann die Schaltpläne bemühen und vom entsprechenden Endpunkt aus durchmessen, welches rosane was ist - wers braucht...
ich hatte den Luxus von jeweils 2 blauen Montagehilfen, da ich die Stecker dank Leiche doppelt hatte - wer das nicht hat sollte sich so eine Steckhilfe vorab anfertigen und entsprechend codieren - Kunststoffplatte mit entsprechende Lochung würde wohl funktionieren - Pappe eher nicht, da es nicht ganz ohne Gezerre gehen wird und wehe das reißt aus
hier wieder der B-Stecker - nach dem neu Crimpen
lose Kabelenden habe ich umgebogen, damit sie nicht aus der Montagehilfe rutschen können - was natürlich trotzdem irgendwann passiert, da die kleinen Buchsen auch durchpassen - knapp, aber sie gehen durch und an der Buchse wollte ich die Kabel natürlich nicht verbiegen

- hinten wird später eh auf Länge geschnitten, da wäre ein Kabelbruch egal
links der Stecker als Vorlage, rechts das Gehäuse aus dem der Rep-Satz entsteht
Glasfaserradierer deshalb, weil die Kabel leicht angelaufen waren - nicht dick oxidiert, aber schon dunkel - daher jedes Kabel vor dem Vercrimpen fein säuberlich mit der Glasfaser durchgebürstet...
die Splitter der Glasfasern wachsen übrigens so nach 2 Tagen wieder aus den Fingern - der Schmerz ist also nur anfangs zu spüren
hier stellte sich dann das erste Mal ein gewisses Erfolgserlebnis ein
fertige Stecker A+B
mir war da zwar eher nach einem Käse- oder Mettigel, als nach einem Kabeligel - aber man kann ja nicht alles haben - außerdem leben echte Raumfahrtpioniere auch nicht auf einem Ponnyhof und sind Entbehrungen entsprechend gewohnt
dann ging es ans Anlöten - Arbeitsplatz, nebst den Bedingungen im Überblick
Kabelstummel von Stecker A schon verzinnt - von B noch in Warteschleife und Stecker C fertig verpackt in Frischhaltefolie (wollte da keine Lötperlen oder sonstiges im Gehäuse riskieren, daher fertige Stecker sofort gesichert)
eine "3. Hand Halterung" ist bei dem Gefuddel unverzichtbar!
zumal ich die Litzen nicht verdreht habe, sondern stumpf aneinander gelötet habe - kein Platz für Verdrehungen...
die Klammer unter dem Stecker sollte das Umkippen des Gehäuses verhindern, wodurch die Schrumpfschläuche jedes Mal heruntergerutscht sind - und trotzdem ist irgendwann der Schrumpfschlauch nach dem Löten nicht da, wo man ihn braucht und man lötet dann wieder auf...
hier ist dann der Punkt, an dem man "freihändig" wird und sich echt konzentrieren muß - am Kabelbaum aus der Montagehilfe ziehen und an der 3. Hand anklemmen, vorher das Gegenstück vom Stecker auch schon in Position bringen
man sollte sich ein System dafür zurechtlegen - ich habe die dicken Kabel zum Schluß gemacht, da sie am störrischsten sind
hier dann der Stecker B und da wirds dann richtig nervig
anfangs geht das locker voran, aber je mehr Kabel man anlötet, um so größer wird die Eigendynamit der doch recht unflexiblen Kabel und es zieht und zerrt überall hin, nur nicht da wo man die beiden zu lötenden Kabel braucht und es wird zum Geduldsspiel die beiden Kabelenden mit der 3. Hand so aneinander zu bringen, daß sie sich beim Lötvorgang nicht verschieben - später kommt dann noch hinzu, daß es immer enger um die Lötstelle wird und man noch irgendwas dazwischenschieben muß, um sich Platz für die Lötspitze zu machen
im ersten Durchgang gleich 8-10 Kabel in einem Zug verlötet, aber dann kamen langsam die Ermüdungserscheinungen, körperlich (Rücken) und geistig (Konzentrationsprobleme - wehe man zieht das falsche Kabel aus der Montagehilfe), das ist dann der Punkt, an dem eine Pause fällig ist - zum Ende hin habe ich dann schon 2 Anläufe für ein Kabel gebraucht...
Spaß war das keiner! man muß absolut konzentriert und sauber arbeiten, sonst paßt in den späteren Arbeitsschritten was nicht - und sei es nur, daß die blöde Schublade klemmt, weil die Buchse vorne noch einen kleinen Grat hat, weil die Zange nicht auf voller Länge zugepackt hat (falsche Zange) - rede hier von 1/10 mm
vllt ist das der Grund, warum KFZ-Elektrikerstunden höher verrechnet werden, als die der Mechaniker
soweit erst einmal der Bericht, über das was gut und das was weniger gut funktioniert hat - Bildergrenze für den Beitrag ist erreicht, es kommt dann aber noch was - das Sommerloch ist dieses Jahr tieeef - zum Vergießen der Stecker und ein kurzer Beitrag zum Verlegen und Stricken des Kabelbaums
Gruß
Michael
und die Diva rennt - neue Bestzeit am Hausberg !